Bilder einer spontanen Aktion am 9. November 2009
Am 9. November 2009 kam es in Kiel zu einer spontanen Versammlung auf dem Rathausplatz. Eine Andacht wurde gehalten und eine Rote Fahne symbolisch verbrannt. Was sahen die Fußgänger an diesem Tag: Jetzt mit Fotos.
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Es war ein verregneter neunter November 2009 in Kiel. Über das Gute und Schlechte, dem man an diesem Tag gedenken konnte, waren eigentlich alle Deutschen durch die Medien gut informiert. Unter anderem war auch der zwanzigste Jahrestag des Mauerfalls. Dieser Tag wurde von Bund, Ländern und Gemeinden ebenso wie von verschiedenen Gruppen und Grüppchen auf unterschiedliche Art würdevoll begangen. Meist sehr förmlich und überaus festlich.
Die Bürger der “DDR” spürten damals Zusammenhalt aber auch inneren Aufruhr und Angst, während sie sich unerwünschterweise öffentlich gegen die Zustände und Widrigkeiten im “besseren Deutschland” erhoben. Von dem revolutionären Wind, den die Bürger der “Deutschen Demokratischen Republik” aber an diesem Tag atmeten, während sie entweder selbst an den Demonstrationen teilnahmen oder diesen Zügen aus der Distanz verstört oder angerührt zusahen, davon wehte kaum ein Hauch auf diesen Empfängen und Feierstunden.
Um 14 Uhr allerdings, es ist mitten in der Kieler Innenstadt auf dem großen, regennassen und darum fast menschenleeren Rathausplatz, da kommen plötzlich und offenbar zufällig zwei junge Männer zusammen. Es ist in der Nähe der von Adolf Brütt geschaffenen Metallskulptur “Der Schwertträger”. Einer trägt eine zusammengerollte Rote Fahne bei sich. Beide unterhalten sich kurz. Wenig später entzündet sich ein Feuer und die Fahne geht lichterloh in Flammen auf. Menschen gehen oder radeln vorbei und blicken sich um. Einige bleiben kurz stehen, und sehen dem Schauspiel staunend zu. Die Fahne fackelt nur langsam ab. Fußgänger gehen hin und sprechen die Männer an.
Eine spontane Andacht habe man im Gedenken an die Opfer der DDR und der sozialistischen Diktaturen insgesamt gehalten und diese Fahne, die einem der Männer auf einer Kundgebung wenige Tage zuvor in die Hand gedrückt worden war, symbolisch verbrannt um damit die Auflösung des Kommunistischen Schreckens sinnbildlich auszudrücken. Nach wenigen Minuten ist es wieder still auf dem Platz. Die Männer entsorgen die Reste der Fahne ordnungsgemäß in einen städtischen Abfalleimer und gehen davon. Hier nun einige Bilder, die mir von einem Zeugen dankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurden:
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- Veröffentlicht:
- Dezember 2, 2009 / 06:35
- Kategorie:
- Ortstermin, Uncategorized
- Tags:
- 20 Jahre, 2009, 9. November, Adolf Brütt, Andacht, DDR, Gedenken, Kiel, Mauerfall, Rathausplatz, Rote Fahne, Schwertträger, Verbrennung






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